„Fair“ ist relativ. Was ist eigentlich eine faire Beratung?
Was Du nicht willst was man Dir tu das füg´ auch keinem andren zu.
Dieses schöne alte Sprichwort passt auch auf die Beratungsleistung eines Versicherungsvertreters. Jeder Versicherungsvertreter ist gleichzeitig auch Privatperson und -in der Regel- Selbständiger. Also egal ob Sie sich als Privatperson beraten lassen oder als Selbständiger/Firmeninhaber, Ihr Berater steckt in der gleichen Situation.
Bitten Sie Ihren Vertreter doch einfach beim nächsten Beratungsgespräch, dass er Ihnen seine eigene Kundenakte einmal zeigt. Sie verstehen: Wenn er die Produkte, die er Ihnen anbietet, für ganz enorm toll und wichtig hält, dann hat er doch sicherlich auch so einen Vertrag abgeschlossen?
Oh, er ist für sich selbst doch nicht so ganz von dem Produkt überzeugt? Warum möchte er es dann Ihnen verkaufen?
Oh, er hat nichtmal einen Vertrag bei der Gesellschaft, die er selbst vertritt? Dann aber schnell den Kaffee austrinken (wenn Sie einen angeboten bekommen haben) und nichts wie raus aus dem Büro.
Natürlich gibt es immer wieder Situationen zwischen Berater und Kunden, die nicht übertragbar sind. Natürlich bietet der Vertreter einem Dachdecker eine Haftpflicht für Handwerker an. Die wird der Berater, als Kaufmann, natürlich nicht haben. Doch wie ist er dann privat abgesichert? Wie ist seine Vorsorge aufgestellt? Hat er für sich auch die Krankenvollversicherung gewählt, die er Ihnen anpreist? Hat er in der Privathaftpflicht auch die XXXXL Deckung mit allen Zusatzbausteinen und der 30 Millionen Deckung? Nein? Hat er nicht? Der arme Mann. Hoffentlich passiert ihm kein 30 Millionen Schaden. Dann steht er da…
Also: Beraten lassen, fragen und nachweisen lassen was der Berater selbst hat. Das ist schon die halbe Miete für eine faire Beratung.
